Reiseberichte

Reisebericht Hilfstransport Albanien Oktober 2022

Da unser 1. Hilfstransport im Frühjahr dieses Jahres so gut geklappt hat, entschlossen wir uns, einen weiteren Transport zu organisieren. Vom 12.10 . bis 20.10.2022 waren meine Frau Silke und ich unterwegs nach Albanien. Am Mittwoch ging es los und wir kamen gut vorwärts. Wir hatten am Freitag den fixen Termin beim Zoll in Tirana. Trotz des engen Zeitplans kamen wir pünktlich zum Entzollen in Tirana an. Wir sind diesmal mit einer Fähre über die Bucht von Kotor gefahren und haben dadurch auch Zeit eingespart. Wie schon bei der ersten Fahrt hatte Leta alles gut organisiert, so dass wir noch am gleichen Tag den kompletten Lastzug im Lager von ‚hope voor Albanje‘ abladen konnten. Diesmal hatten wir Schultafeln, Stapelstühle für Gemeinden, Klaviere, Kleidung und andere wichtige Hilfsgüter dabei.

Am Wochenende haben wir mit Andreas und Krista einige Ausflüge in die nähere Umgebung von Tirana gemacht. Dabei besuchten wir u.a. die Stadt der tausend Fenster, Berat, und die darüber liegende Burg. Sonntags hatten wir die Gelegenheit ein Freizeit-Camp von Teen Challenge Albania zu besuchen. Es war für uns sehr beeindruckend, zu sehen, wie versucht wird, den Angehörigen von Inhaftierten zu helfen. Außerdem haben wir uns noch die Baustelle eines im Bau befindlichen Gemeindezentrums angeschaut. Abends waren wir dann noch in einem Gottesdienst in Tirana. Nach einem Wochenende mit vielen neuen Eindrücken ging es am Montag nach dem Frühstück wieder zurück nach Deutschland.

Reisebericht Hilfstransport in die Ukraine vom 16.07. -23.07.2022

Am Samstag, den 16.07. startete der Konvoi bestehend aus 3 Sattelzügen von ‚Hoffnung und Hilfe‘ (H & H) und unser Hängerzug von Frauenzimmern aus Richtung Osten. Die Reise ging über Österreich, Ungarn, Rumänien und dann mit der Fähre über die Donau in die UA. Diese Strecke hat sich als die beste Route erwiesen, da es ab der Grenze nur ca. 300 km bis Odessa sind. Unterwegs gab es Probleme mit einer Reifenpanne und ein Kühlaggregat eines Kühlaufliegers war überhitzt. Ansonsten kam der Konvoi gut voran. Auch an der rumänisch –ukrainischen Grenze wurde der Konvoi flott abgefertigt. Dies ist nicht selbstverständlich, da es in der der Regel lange Lkwschlangen an der Grenze gibt. In Odessa angekommen wurden die Lkws zügig abgeladen. Unser Lkw hat auf dem Anhänger einen Küchencontainer von H & H geladen, den Fjodor von ‚Neues Leben‘ bekommt, während Sascha von der lutherischen Brüdergemeinde einen von unseren Containern als zusätzliches Lager erhält. Am 20.07. ging es abends wieder auf die Heimreise, die ohne Probleme verlief. Wir danken Gott, dass er seine schützende Hand über alle Teilnehmer der Fahrt und die Geschwister vor Ort gehalten hat.

Reisebericht Hilfstransport Albanien 2022

Vom 21.05 . bis 04.06.2022 waren meine Frau Silke und ich mit einem Hilfstransport in Albanien. Zu diesem Transport kam es, weil Andreas und Krista, ein befreundetes Ehepaar aus der Ludwig-Hofacker- Gemeinde, dort zur Zeit mit Co-workers einen missionarischen Einsatz in Albanien durchführen. Über ihre Verbindungen kamen wir in Kontakt mit mehreren Christlichen Hilfswerken u. a Teen Challenge Albania und ‚Hoop voor Albanie‘ (HvA) ein holländisches Hilfswerk, über die wir die Zollformalitäten abwickeln konnten.

Am Samstagnachmittag ging es los und wir kamen gut vorwärts. In Kroatien sind wir dann die Küstenstrasse entlang gefahren und konnten so auch herrliche Ausblicke auf das Meer genießen. Über Bosnien Herzegowina und Montenegro ging es dann weiter bis wir am Montagabend dann in der Grenzstadt Hani Hoti auf dem Zoll-Terminal angekommen sind.

Am Dienstagmorgen ging es dann mit dem von HvA organisierten Zollspediteur weiter mit der Zollabwicklung. Früh am Nachmittag waren wir nach einer zügigen Fahrt dann auf dem Zollhof in Tirana, wo uns Leta von HvA in Empfang nahm und die Entzollung organisierte. Alles in allem ging dies zügig von statten, so dass wir noch am Dienstagnachmittag den kompletten Hängerzug im Lager von HvA abladen konnten. Geladen hatten wir unter a. a. Kleidung und Schuhe, sowie einen kompletten Physik und Chemiesaal gespendet von der Grundschule Zell u.A. Das Abladen am gleichen Tag war von daher gut, weil am nächsten Tag ein Championsleaguespiel zwischen Rom und Rotterdam stattfand und die Stadtverwaltung in Tirana kurzfristig die Stadt zur autofreien Zone erklärt hatte. Wir konnten den Lastzug bei HvA stehen lassen und wurden am frühen Abend von Krista abgeholt. Wir verbrachten einen wunderschönen Abend bei Andreas und Krista und konnten am nächsten Tag das ‚autofreie‘ Tirana besichtigen. Es war ein sehr heißer Tag, wie auch die nächsten Tage, die meine Frau und ich in Form eines kleinen Urlaubs in Albanien verbrachten, um Land und Leute kennenzulernen, bevor wir am Donnerstag, den 02.06. wieder den Heimweg nach Deutschland antraten.

Reisebericht Rumänienfahrt März 2022

Am Samstagnachmittag, den 26.03. fuhren meine Frau und ich mit Hilfsgütern für die Kriegsflüchtlinge und für eine Missionarsfamilie, die unter Schwerstbehinderten arbeitet, nach Rumänien. Nachdem wir am Montag den Anhänger bei Pastor Victor in Petresti abgestellt hatten, ging es am Dienstagmorgen nur mit dem Motorwagen weiter nach Ploiesti bei Bukarest. Der Container auf dem Lkw war unter anderem mit Hilfsgütern von der Friedenshütte Bonladen beladen, die die Missionarsfamilie in Ploiesti unterstützt. Am Mittwoch ging es dann wieder zurück, wo inzwischen der Anhänger von fleißigen Händen abgeladen worden war. Wir hatten u.a. 9 Paletten Lebensmittel dabei, die von Pastor Victor in die Grenzregionen zur Ukraine geschickt werden, um die Flüchtlinge dort zu versorgen. Die Lebensmittel wurden uns von ‘Hoffnung und Hilfe’ zur Verfügung gestellt. Somit bewährt sich immer wieder ein gut funktionierendes Netzwerk. Wir werden auch weiterhin Transporte in die Krisenregion organisieren und Sie an dieser Stelle auch darüber informieren. Vielen Dank für alle Spenden, sowohl materiell als auch finanziell.

Reisebericht Ukrainefahrt März 2022

Am Samstag, den 12.03.2022 startet der Transport. Ich fuhr von Filderstadt aus und traf mich mit meinem Mitfahrer Andi am Autohof in Merklingen. Gemeinsam ging die Fahrt ins Ungewisse weiter. Wir wuusten bis zum Start des Transports nicht ob wir in die Ukraine einreisen können. Unterwegs trafen wir dann noch den Rest des Konvoi, der dann aus 2 Lastzügen von unserer Partnerorganisation ‚Hoffnung und Hilfe‘ und unsere beiden Hängerzüge bestand. Wir kamen zügig vorwärts und genossen die Fahrt durch die Bergwelt der Karpaten.

Es entschied sich erst im Laufe der Fahrt, welchen Grenzübergang in die Ukraine wir benutzen dürfen, da die Zollbehörde dem Militär untergeordnet ist und das Mititär das sagen hat. So fuhren wir am Dienstag in Galati mit der Fähre über die Donau und anschließend bei Issacea ein 2.Mal. Auf dem ukrainischen Zollhof hatten wir aus zolltechnischen Gründen 1 Tag Aufenthalt. Die ganze Zeit über waren wir mit unseren Partnern in Odessa in Kontakt, die uns immer wieder mit aktuellen Informationen versorgten. Am Mittwochabend waren wir dann zolltechnisch abgefertigt. Wir fuhren dann noch bis zur Ausgangssperre zu einem Lkw-Parkplatz, um dort zu übernachten. Fjodor, der Leiter des Missionswerks ’Neues Leben‘ aus Odessa war die ganze Zeit bei uns und war uns dank seiner ausgezeichneten Kontakte sehr hilfreich. Er war bei Ausbruch des Krieges auf dem Rückweg aus den USA. Da keine Flugmöglichkeit in die Ukraine bestand, fuhr er bei unserem 2.Vorsitzenden Daniel im Lkw mit.

Am nächsten Morgen ging es frühzeitig weiter. Wir haben erfahren, dass die Lage auch in Odessa sich zuspitzt. Wir kamen trotz einiger Checkpoints recht zügig voran und erreichten am frühen Vormittag die Randbezirke von Odessa. Die beiden Sattelzüge von ‚Hoffnung und Hilfe‘ luden ihre Hilfsgüter, bestehend aus je 20 t. Lebensmittel im Obdachlosenheim von ’Neus Leben‘ ab, während wir uns mit Sascha von der Bibelschule der freien lutherischen Gemeinde bei einer Lagerhalle im Randbezirk von Odessa trafen. Dort wurde mit Hilfe von vielen fleißigen Helfern unsere beiden Hängerzüge ausgeladen. Unsere Ladung bestand in der Hauptsache aus Kleidung, Betten und Matratzen, die wir schon letztes Jahr geladen hatten. Mit einem Lkw von uns fuhren wir auch in das Obdachlosenheim, um eine Trennwand und Fenster abzuladen. Außerdem blieb unsere Planenbrücke dort vor Ort, die mittlerweile als Zwischenlager fungiert.

Nachdem wir von den Geschwistern mit einem Mahl gestärkt wurden, fuhren wir nach einer Gebetsgemeinschaft wieder zurück Richtung Grenze. Unterwegs haben wir wieder wegen der Ausgangssperre auf dem Lkw-Parkplatz übernachtet. Donnerstagfrüh ging es weiter. Der Grenzübertritt auf ukrainischer Seite ging sehr zügig. Nach der Fahrt mit der Fähre, auf der auch viele Kriegsflüchtlinge, in der Hauptsache Mütter mit ihren Kindern, mussten wir auf dem rumänischen Zollhof länger warten, weil die Presse über das Auffanglager berichtete. Abends übernachteten wir auf einem Autohof in Pitesti, nahe Bukarest. Am Freitag trennte ich mich vom Konvoi und besuchte noch unseren Pastor Viktor in Petresti, um mit Ihm die Einzelheiten für den nächsten Transport zu ihm zu besprechen. Eine weitere Partnerorganisation, ‚HOPE‘ aus Bietigheim war auch gerade auf dem Rückweg von einem Transport. Stefan und seine Frau Lea waren mit einem geliehenen Lastzug unterwegs im Grenzgebiet zur Ukraine. Auf Ihrem Weg nach Deutschland mussten sie den geliehen Auflieger im Auftrag der Spedition in Rumänien abstellen. Ich konnte sie unterstützen, indem ich das Leergut mit nach Deutschland zurücknehmen. So zeigt sich immer wieder wie wichtig die Zusammenarbeit untereinander ist, wenn man ein gutes Netzwerk hat. Am Sonntag spätnachmittag kam ich von einem spannenden und von Gott begleiteten Transport wohlbehalten zuhause an.