Reiseberichte

Reisebericht Rumänienfahrt vom 03.01.2026 – 10.01.2026

Am Samstag spätvormittags fuhren meine Frau und ich mit unserem Lastzug los Richtung Österreich. Unterwegs trafen wir noch unsere Kassiererin Lilli mit ihrer Familie, die nach einem Besuch in Rumänien auf dem Weg zurück nach Deutschland war. Am Sonntagmorgen ging es zügig weiter. Schneefall begleitete unsere Fahrt. Wir wollten wieder mal einen aus alten Zeiten bekannten Grenzübergang nach Rumänien ausprobieren. Mittagessen nahmen wir in der Bauernschenke ein, einer von früheren Fahrten bekannte Gaststätte. Wir nutzen dann den Grenzübergang Bors 2, da unser von früher her bekannte Grenzübergang Bors 1 nur für Fahrzeuge bis 7,5 t. zugelassen war. Dann ging es weiter Richtung Dej. Nach langen Suchen fanden wir bei eisiger Kälte einen Rastplatz zum Übernachten.

Am Montagmorgen ging es über verschneite Pässe nach Dej. Gott sei Dank funktionierten die Schleuderketten am Lkw ohne Probleme. Ansonsten hätten wir Probleme gehabt, überhaupt vorwärts zu kommen. In Dej angekommen wurden die Hilfsgüter an einer Tankstelle in einen Transporter umgeladen, da ich mit dem Lkw nicht ins Zentrum fahren darf. Nach einem guten Mittagessen ging es dann weiter nach Baru. Dort lieferten wir das in Sielmingen gesammelte Patenschaftsgeld für die Kinder von ‚House of Hope‘ ab und genossen die Gastfreundschaft von Daniel und seiner Frau Liliana. Am Dienstagmorgen ging es dann weiter nach Tantareni. Dort warteten schon Damaris, ihr Mann Pawel und einige Helfer, um die Hilfsgüter in Empfang zu nehmen.

Danach fuhren wir nach Bukarest und fanden dank einer App einen Lkw-Parkplatz in der Nähe von der Organisation ‚Muntele Moria‘. Dort konnten wir ohne Probleme gut übernachten. Es gab sogar ein Toilettenhäuschen. Der Mittwoch war angefüllt mit dem Abladen der Hilfsgüter. Besondere Freude machten die Behandlungsliegen. Stefan von der Organisation hat den Gedanken mit einem gläubigen Ärzteteam Dörfer in der Umgebung zu besuchen und die Wartezeit der Patienten mit der Verbreitung von Gottes Wort zu füllen. Die Mitglieder von ‚Muntele Moria‘ hatten vor Gott um Behandlungsliegen gebetet. Gott tut echt Wunder. Auch die Krankenhausbetten und das umfangreiche medizinische Material wurden dankbar angenommen. Ein ganz besonderer Dank geht an die Leitung der St. Anna Klinik in Stuttgart-Bad Cannstatt, speziell an Schwester Birgit. Über sie bekamen wir 2 Wechselbrücken-Container voll mit Krankenhausbetten, Kinderbetten, medizinische Ausrüstungsgegenstände sowie 3 Entbindungsbetten. Grund waren die Einsparmaßnahmen des Gesundheitsministeriums, das veranlasst hatte, dass die Geburtsstation der St. Anna Klinik geschlossen wurde. Ein Teil davon ging, wie ich später erfahren habe, an ein Spital außerhalb von Bukarest. Auch der Kurzflügel und die Klaviere waren willkommene Hilfsgüter für den Musikunterricht an Schulen oder zum Begleiten in Gottesdiensten.

Nach getaner Arbeit freuten wir uns auf das gute Abendessen bei Stefan und seiner Frau Emma. Am Donnerstagmorgen ging es dann wieder zurück Richtung Heimat. Wir haben noch einen kurzen Besuch bei Pastor Victor Suteo gemacht. Dort erfuhren wir auch, dass sich die wirtschaftliche Lage auch in seiner Region verschlechtert hat und er auch wieder Hilfsgüter gebrauchen kann. Seine Gemeinde versorgt schon arme Familien mit Kleider und Lebensmittel. Danach ging es weiter über Arad nach Nadlac über die Grenze nach Ungarn. Wir fuhren bis zur Rastanlage St.Pölten in Österreich, wo wir übernachteten. Am frühen Samstagabend kamen wir nach über 3700 km wieder wohlbehalten in Sielmingen an. Auch auf dieser Fahrt haben wir Gottes Bewahrung hautnah erfahren dürfen. Daher einen herzlichen Dank an alle, die unsere Fahrt im Gebet begleiten. Dieser Dienst ist unglaublich wichtig.