Reiseberichte

Reisebericht Albanienfahrt vom 16.05. bis 24.05.2023

Am Dienstagmorgen ging es mit unserem Lastzug zum Zollamt Stuttgart Hafen. Das Verzollen der Hilfsgüter ging ohne Probleme. Ich konnte den Zollbeamten sogar noch ein paar Informationen über unsere Fahrt geben. Am Nachmittag ging es dann los. Über München, Salzburg ging es bis zur Raststätte Tauernalm in Österreich. Da es schon spät am Abend war, war sie gut mit Lastzügen gefüllt. Wir fanden noch eine Ecke, wo wir parken konnten. Nach einer kühlen Nacht ging es am Mittwochmorgen weiter. Durch den Karawanken-Tunnel, über Slowenien nach Kroatien. Das Wetter wurde immer sonniger und wärmer. Wir sahen in Slowenien und auch in Kroatien immer wieder überschwemmte Landstriche. Kurz vor dem Ende der Autobahn fanden wir einen ruhigen Platz auf einem Rasthof. Am Donnerstag ging es dann weiter am Meer entlang, über die neugebaute Brücke zur Umfahrung von Bosnien nach Montenegro. Auch hier waren die Grenzformalitäten schnell erledigt und so ging es zügig weiter. Da die Autoschlange an der Fähre über die Bucht von Kotor ziemlich groß war, entschloss ich mich wieder um die Bucht herum zu fahren. Über Budva ging es dann bei strömenden Regen in die Berge Richtung Albanien. Auf dem zollterminal in Hani Hotit erfuhren wir, dass Leta über eine Zollspedition schon alle für uns nötigen Dokumente hat erstellen lassen. So entschlossen Silke und ich uns, noch in der Nacht weiter nach Vora zum Zoll Terminal von Tirana zu fahren und dort zu übernachten. Gegen 23:00 erreichten wir wohlbehalten den Zollhof.

Am Freitagmorgen erwartete uns schon der Mitarbeiter von Leta und erledigte die Zollformalitäten. Gegen Mittag fuhren wir zusammen mit Ihm nach Prush zu ‚Hope for Albanje‘. Dort erwartete uns schon Leta und auch Andreas. Gemeinsam ging es ans Abladen und Verteilen der Hilfsgüter an verschiedene Kontaktpersonen von vor Ort tätigen Hilfswerken. Zum einen hatten wir Werkzeug dabei, um entlassenen Häftlingen eine Starthilfe zu geben. Andere Hilfsgüter wie Zelte und Sitzgarnituren für eine Gemeindefreizeit wurden auch gleich umgeladen. Am späten Nachmittag war der Lastzug leer. Von Andreas erfuhren wir, dass ein Gemeindeleiter auf der Suche nach Container ist. Selbst in Albanien ist es schwierig, an Container zu kommen. Mit den Container wollte er die Möglichkeit haben, Gottesdienste und Kinderkirche abzuhalten. Da wir schon vor unserer Fahrt geplant hatten, die Container abzustoßen, war jetzt die Überlegung, ob wir die Container gleich hier in Albanien lassen. Es ging jetzt nur noch um die Klärung, wohin die Container abgestellt werden können und wie der Transport dann in das Bergdorf organisiert wird. Dies sollte uns das Wochenende über beschäftigen. Wir nutzten die Zeit, um am Samstag zusammen mit Krista und Andreas eine Wanderung zu machen. Am Sonntag haben wir eine Gemeinde und eine Schule in Grobian besucht, wohin ein Teil unserer Hilfsgüter von der letzten Fahrt gekommen ist.

Am Sonntagabend entschied es sich, dass wir die Container nach Pogradec am Ohridsee transportieren sollen. Von dort wären es nur wenige Kilometer bis zum Aufstellungsort der beiden Container. So machten wir uns am Montag auf den Weg zu einem Steinbruch in der Nähe von Pogradec. Der Gemeindeleiter fuhr bei mir im Lkw mit während Silke bei Krista im Auto hinter uns her fuhr. Nachdem wir die Container abgestellt hatten, trafen wir uns noch auf dem Rückweg in einem Restaurant zum Essen und Austauschen. Danach verabschiedeten wir uns und machten uns auf den Heimweg. Am Mittwoch waren wir dann wieder wohlbehalten zu Hause.

Noch am Samstag wurden die Container mit einheimischen Transportmittel an ihren Bestimmungsort gebracht. So können sie noch einen sinnvollen Dienst tun, indem sie als Ort für Gottesdienste und Jugendarbeit dienen.

Reisebericht Hilfstransport nach Rumänien vom 01.04. – 08.04.2023

Am Samstagmorgen, den 01.04.2023 ging der Transport los. Meine Frau Silke und ich waren gespannt, wie die Verhältnisse an der Grenze zu Rumänien sich entwickelt haben. Die rumänische Regierung hat die Einfuhr von Secondhand-Kleidung beschränkt und mit einer Reihe von Bestimmungen sanktioniert. U.a. benötigt man besondere Dokumente zur Einfuhr.

Ohne besondere Vorkommnisse kamen wir gut vorwärts. Unsre 1.Nacht verbrachten wir auf dem Autohof PAPRIKA an der Grenze Österreich/Ungarn. Am Sonntag spätnachmittags waren wir an der Grenze in Nadlac. Dort standen schon einige Lkw in der Warteschlange. Nach Auskunft eines kasachischen Lkw Fahrers mussten sie wegen Lkw-Fahrverbot bis 22:00 Uhr warten. Ich erinnerte mich daran, dass Humanitäre Hilfe davon ausgenommen ist und nach einer kurzen Kontrolle unserer Dokumente durch die rumänischen Zöllner konnten wir ohne Probleme einreisen.

Wir übernachteten kurz vor Deva und am Montagmorgen ging es dann weiter nach Baru zu unserem Kinderheim ‚Haus der Hoffnung‘. Nach dem Besuch der Stadt Hateg mit dem Bürgermeister Daniel und seiner Frau Liliana wurden am Nachmittag die Hilfsgüter abgeladen. Am nächsten Tag ging es weiter nach Tantareni. Eigentlich wollten wir diese Station auslassen und die Hilfsgüter bei Pastor Victor in Petresti lassen. Die Familie von Pawel und seiner Frau Damaris hatte einen schweren Unfall. Ein Lkw fuhr nach einem Reifenplatzer in das Auto der Familie und verletzte die Mutter Damaris, eine Tochter und einen Sohn der Familie. Sie baten uns aber trotzdem zu Ihnen zu kommen. Die Verletzten waren alle schon aus dem Krankenhaus entlassen und auf dem Weg der Besserung. Gott sei Dank.

Wir wurden sehr herzlich empfangen. Die Verwandten kümmern sich rührend um sie. Auch waren viele Helfer vor Ort, so dass das Abladen der Hilfsgüter schnell erledigt war. Am Abend ging es dann weiter Richtung Ploiesti. Unterwegs übernachteten wir auf einem TIR-Parkplatz bei Pitesti. Am Mittwochmorgen haben wir auf dem Parkplatz die Container getauscht und fuhren dann weiter nach Ploiesti. Unterwegs parkten wir bei einer Holzfirma den Anhänger und luden dann den grünen Container bei Peter im Hof ab. Am Nachmittag fuhren wir zusammen mit Stefan von der Organisation ‚Muntele Moria‘ nach Bukarest, um den Rest der für die behinderten Menschen bestimmten Hilfsgüter abzuladen. Wir übernachteten bei Stefan und seiner Frau Emma und fuhren am nächsten Morgen mit Stefan in die Innenstadt von Bukarest. Dort besichtigten wir zusammen den Regierungspalast, den der Diktator Ceausescu hatte bauen lassen. Für uns alle war dies ein beeindruckender Besuch, ein Gebäude mit vielen Geheimnissen und Zeugnis von Größenwahn.

Am Nachmittag ging es dann zurück Richtung Petresti, unserer letzten Abladestation. Unterwegs haben wir auf einem Autobahnparkplatz übernachtet. Leider wurde uns und einem Kollegen, der neben uns parkte, über Nacht der Dieseltank aufgebrochen und ca. 180 l Diesel abgepumpt. Auch so etwas kommt in Rumänien vor, aber auch in Deutschland werden oft auf Baustellen Fahrzeuge aufgebrochen und Kraftstoff abgepumpt.

Am Freitagmorgen waren wir bei Pastor Victor und haben die restlichen Hilfsgüter abgeladen. Für eine Familie hatten wir ein Klavier dabei. Die Freude darüber war riesengroß. Nach einem Kaffee ging es dann weiter Richtung Heimat, wo wir am Samstagabend nach insgesamt 3700 km wohlbehalten wieder in Sielmingen angekommen sind.

Vielen Dank an alle, die unseren Transport im Gebet begleitet haben. Wir sind jedenfalls froh und dankbar, dass auch dieser Transport so gut verlaufen ist.

Reisebericht Hilfstransport in die Ukraine vom 04.02. – 11.02.2023

Los ging es am Samstag, den 04.02. morgens in Frauenzimmern mit 4 Lastzügen. Daniel, unser 2.Vorsitzende war der 2.Fahrer in unserem Hängerzug. Unterwegs stieß auf dem Rasthof Hohenlohe an der A6 nach der 3. Lastzug von ‚Hoffnung und Hilfe‘ dazu. Somit war unser Hilfskonvoi in die Ukraine komplett. An diesem Samstag ging es bis Györ in Ungarn zu einem Autohof, wo wir nach einer guten Mahlzeit unsere Nachtpause einlegten. Am nächsten Morgen ging es, nachdem wir unserem Reifen an der Antriebsachse mit ausreichend Luft versorgt hatten weiter bis kurz vor Pitesti. Dort, mitten in den Karpaten, haben wir bei einem Hotel, auf einem Lkw Parkplatz bei -10° C übernachtet. Gott sei Dank funktionieren die Standheizungen in den Lkws. Am Montag ging es dann über Bukarest, Constanta, und Tulcea zum rumänischen Grenzübergang Isaccea. Die Grenzformalitäten gingen recht zügig, nur die Überfahrt mit der Fähre gestaltete sich wegen des Hochwassers auf der Donau schwieriger als sonst. Der Pegel der Donau war etwa 2m höher als sonst und wir mussten mit unseren gut beladenen Lastzügen teilweise durch das Wasser auf die Fähre fahren. Auf der ukrainischen Seite war das Entladen der Fähre etwas entspannter und auch die Zollformalitäten waren dank unseres Kontaktmanns vor Ort relativ zügig erledigt.

Leider konnten wir nicht aus dem Zollhof herausfahren, weil türkische Lastwagenfahrer die Gegenspur blockierten. Sie wollten so schnell wie möglich nach Hause in die Türkei, um ihren Familien in der Erdbebenregion beistehen zu können. So blieb uns nichts anderes übrig, als auf dem Zollhof zu übernachten. Wir wurden am nächsten Morgen bei Zeit von anderen Lkwfahrern geweckt, die an uns vorbei wollten. So kam es, dass wir schon kurz nach 5 Uhr Ortszeit auf dem Weg nach Odessa waren. Unterwegs hatten wir noch die Möglichkeit in einem Restaurant unser Frühstück nachzuholen. Der Vorteil war auch, dass wir früh in Odessa ankamen, um die Lkws zu entladen. Den ganzen Tag über wurden die Lkws von ‚H u H‘ abgeladen. Abends stellten wir unseren Motorwagen in das Containerdorf ab, so dass die Mitarbeiter von ‚Neues Leben‘ am nächsten Morgen mit dem Abladen beginnen konnten. Am Mittwochmorgen wurde unser Lkw abgeladen. Dann wurden unsere Wechselbrücken getauscht und der Rest abgeladen. Unsere Gruppe hatte dann die Möglichkeit mit 2 Mitarbeitern von ‚Neues Leben‘ nach Odessa zu fahren. Dort besuchten wir zuerst das Obdachlosen Aufnahmezelt im Zentrum der Stadt. Dann machte unsere Gruppe noch einen kurzen Stadtbummel. Die Stadt mit ihren schönen Häusern, Restaurants, Bars etc war ziemlich leer und aufgrund der knappen Energieversorgung stand vor fast jedem Haus oder Laden ein Notstromaggregat. Man konnte nur erahnen, wie lebendig die Stadt vor dem Krieg war. Auf dem Rückweg schauten wir uns noch die Kirche und ein weiteres Zentrum von ‚Neues Leben‘ an. Nach einem reichhaltigen Mittagessen machen wir uns wieder auf den Heimweg. Dank unseres Kontaktmanns an der ukrainischen Grenze schafften wir es noch auf die 21:00 Fähre. Auf der rumänischen Seite angekommen hatten Daniel und ich noch die Gelegenheit kurz mit Fjodor, dem Leiter von ‚Neues Leben‘ zu sprechen, der auf dem Rückweg aus den USA war, wo er seine Projekt vorgestellt und um Spenden gebeten hatte. Nach einer kurzen Nacht in Tulcea ging es weiter nach Hause, wo wir am Samstagabend alle wohlbehalten bei Ihren Familien ankamen.

Wir können Gott nur danken, dass er uns vor Unfall und Pannen bewahrt hat, was bei solchen Fahrten nicht selbstverständlich ist. Wir sind auch dankbar für den Kontakt mit den Geschwistern in der Ukraine, die unsere Hilfsgüter an die Menschen in Not verteilen.

Bericht von Artur, einem Mitfahrer von unserer Fahrt im Februar nach Odessa:

Fahrt nach Odessa
Vier Lkws und acht Fahrer machen sich aus Süddeutschland auf den Weg um Hilfsgüter nach Odessa in die Ukraine zu bringen. Die Route führt über Wien, Budapest, Bukarest und den kleinen Grenzübergang Isaccea im Donaudelta nach Odessa. Das Wetter ist frostig, aber die Gemeinschaft unter den Fahrern ist warm und herzlich. Die erfahrenen Fahrer helfen den Unerfahreneren, wo es geht. Jeder Tag wird mit gemeinsamer Andacht und Gebet begonnen. Die Fahrt verläuft gut, einzig das Hochwasser auf der Donau sorgt für brenzlige Momente. Die Fähre liegt so hoch über der Auffahrrampe, dass es für die langen Sattelzüge fast zu knapp zum Auffahren wird. Gott sei Dank hat alles ohne Schäden geklappt. Der Zoll konnte am späten Abend ohne langes Warten passiert werden.

In Odessa wurden im Missionswerk "Neues Leben" die Güter schon erwartet. Die Bewohner des dort geführten Obdachlosenheimes packen beim Ausladen mit an. Wie herzlich sie miteinander umgehen, und wie freundlich einer den anderen ermahnt, wenn ihm doch mal ein Schimpfwort rausrutscht: "Bruder, solche Worte benutzen wir nicht mehr". Morgens bei der Andacht sind alle Bewohner dabei. Jeder liest reihum ein paar Verse des Textes, danach gemeinsamer Austausch über das Gelesene. Wunderbar, wie Gott die Menschen verändert, die vorher zerbrochen und elend waren, und jetzt Zeit und Kraft haben, sich über das Wort Gottes Gedanken zu machen. Die ganze Arbeit, die man vor Ort sieht, ist geprägt von Herzlichkeit und Tatendrang der Mitarbeiter. Obwohl die Mitarbeiter in Kriegszeiten eigentlich andere Sorgen haben könnten, als sich um Bedürftige zu kümmern. So wird vielen Menschen, ob im Obdachlosenheim, im Mutter-Kind-Zentrum, in der Suppenküche oder an den Wasserbrunnen liebevoll und ganzheitlich geholfen wieder ins Leben zu finden. Und noch viel wichtiger, einen Weg zum Glauben zu bekommen. Für diese ganze Arbeit waren die Güter notwendig und hilfreich. Besonders in den Krankenhäusern wurden die Betten und Geräte erwartet.

Schon am nächsten Tag machten sich die Fahrer wieder auf den Rückweg. Bei einer Übernachtung ist durch die bis zu -11 Grad Kälte ein kleines Regelventil eingefroren. Kleines Ventil, große Wirkung, der Lkw bewegt sich nicht. Erst durch warmes Wasser und längeres Suchen konnte die Fahrt weitergehen. So konnte man sehen, welch großer Grund zum Danken die Bewahrung bei der ganzen Fahrt ist, bei der sonst alles ohne Pannen und Schäden ablief. Am Samstag sind alle Gott sei Dank wieder wohlbehalten zu Hause ankommen.

Hilfstransport nach Rumänien vom 30.12.2022 – 05.01.2023

Trotz aller Vorbereitungen für diesen Transport kann die Politik einen Strich durch alle Planungen machen. So war es bei diesem Transport der Fall. Eigentlich wollten meine Frau und ich schon am 28.12.2022 mit unserem Hängerzug nach Rumänien unterwegs sein. Stefan von HOPE schrieb in seinem Status, dass sie massive Schwierigkeiten hatten mit Hilfsgüter nach Rumänien einzureisen. Auf Nachfrage bei unserem Freund Victor erfuhren wir, dass es wohl verschärfte Bestimmungen bei der Einfuhr von gebrauchter Kleidung gibt. Hatte wohl etwas mit den Bemühungen der rumänischen Regierung zu tun, vollwertiges Mitglied des Schengen-Abkommens zu werden.

So entschlossen wir uns nach Rücksprache mit Pastor Victor nur mit dem Motorwagen ohne Anhänger nach Rumänien zu fahren. Am 30.12. 2022 nachmittags fuhren wir los. Nach einer ruhigen Nacht in der Nähe von Enns in Österreich ging es am Nächsten Tag weiter Richtung Osten.

Am Grenzübergang in Varsand wurden wir zurückgewiesen mit dem Hinweis, dass wir nur über Bors oder Nadlac nach Rumänien einreisen dürfen. Der rumänische Zöllner empfahl uns nach Nadlac zu fahren, da er die dortigen Behörden schon informiert hatte. Also ging es an der ungarisch-rumänischen Grenze entlang nach Süden zum Grenzübergang Nadlac. Dort kamen wir gegen 20:30 Uhr an und konnten ohne Probleme einreisen. Gott wirkt Wunder.

Nach dem Entrichten der Mautgebühr, steuerten wir den nächsten Parkplatz und genossen dann gegen später das Feuerwerk zum Beginn des Neuen Jahres 2023. Am nächsten Morgen ging es weiter nach Dej, zu unserer ersten Abladestation. Die Freude bei Julia und ihrer Familie war groß, dass es doch noch geklappt hat. Sie bekam die Weihnachtspäckchen von der FES Dußlingen zum Verteilen an die Kinder aus der Umgebung. Außerdem noch Kleidung und Geschirr. Nach dem Abendessen fuhren wir weiter nach Petresti zu Pastor Victor und seiner Gemeinde. Auch er war froh und dankbar, uns zu sehen. Er hatte seine Kontakte zu den Behörden genutzt, um Informationen für uns zu bekommen. Am Montag ging es dann ans Abladen und gegen Nachmittag erreichten wir dann das Kinderheim ’Haus der Hoffnung‘ in Baru. Dort worden wir von Lilianna und ihrem Sohn Otniel herzlich begrüßt. Ihr Mann Daniel, der Bürgermeister, war auf einem Baueinsatz in Uganda. Am nächsten Tag konnten wir den Rest der Hilfsgüter, bestehend aus Kleidung, Schuhe, Decken, Matratzen und einem Kurzflügel für die Gemeinde abladen und uns dann gegen Mittag auf den Heimweg machen. Am Mittwoch, den 05.01.2023 kamen wir wohlbehalten wieder zuhause an. Reich beschenkt an Erfahrungen und Gottes Bewahrung.

Reisebericht Ukrainefahrt Oktober / November 2022

Da die Not in der Ukraine so unvorstellbar groß ist, entschlossen wir uns in Zusammenarbeit mit ‚Hoffnung und Hilfe‘ einen weiteren Transport in die Ukraine zu organisieren. Wir standen in der ganzen Zeit mit unseren Partnern vor Ort in ständigen Kontakt, ob dieser Transport denn überhaupt möglich ist.

Am Samstag, den 29.10.2022 starteten meine Frau und ich auf den Weg in die Ukraine. Da sich aus unterschiedlichen Gründen kein 2.Fahrer für unseren Lkw fand und auch Daniel als einziger Fahrer auf unserem 2. Hängerzug in Begleitung eines ukrainischen Bruders war, konnte meine Frau mit fahren, um auch unsere ukrainischen Geschwister und ihre Arbeit vor Ort kennen zu lernen. Die restlichen 3 Lastzüge von Hoffnung und Hilfe‘ und unseren Hängerzug aus Flein sollten wir auf einem Parkplatz auf der A3 treffen.

Nachdem unser Konvoi vollständig war, ging es zügig weiter bis zu einem Autohof in Ungarn, wo wir die Nacht verbrachten. Tags darauf ging es weiter durch Ungarn und Rumänien bis zu einem Parkplatz hinter Bukarest. Am nächsten Tag ging es weiter über eine neue Route bis zum Grenzort Isaccea. Nach der Erledigung der Zollformalitäten, ging es noch am Abend bei Dunkelheit auf die Fähre über die Donau. Auf der ukrainischen Seite wartete schon Gena , unser Kontaktmann beim Zoll. Für ukrainische Verhältnisse ging die Abfertigung recht zügig. An der Grenze trafen wir noch Fjodor und seine Frau, der auf dem Weg in die USA war, um Spenden für seine Hilfsorganisation ‚Neues Leben‘ zu sammeln, damit er und seine Mitarbeiter die Projekte weiter betreuen können. Wir fuhren noch weiter und übernachteten dann auf halber Strecke nach Odessa in unseren Lkws. Dienstagmorgen kamen wir bei den Geschwistern in der Bibelschule an. Wir wurden dort schon erwartet. Pastoren aus den östlichen gebieten waren mit Transporter und Anhänger gekommen, um unsere Hilfsgüter in Empfang zu nehmen. Sie wollten am nächsten Tag gleich in ihre Heimatgemeinden fahren, um die Hilfsgüter dort unter den bedürftigen zu verteilen. Die 3 Lastzüge von ‚Hoffnung und Hilfe‘, die in der Hauptsache mit Lebensmittel beladen waren, wurden im Zentrum von ‚Neues Leben‘ abgeladen. Abends hatten wir noch Gemeinschaft mit den Pastoren, die uns von Ihren Erlebnissen nahe des Kriegsgebiets erzählten. Sie wurden von Daniel übersetzt und berichteten auch von wachsenden Gemeinden und von Menschen, die in Christus eine neue Hoffnung für ihr Leben gefunden haben. Am Mittwochvormittag hatten wir noch Zeit, einen Ausflug nach Odessa zu machen. Die Stadt war fast menschenleer und wo sich sonst die Menschen trafen um zu feiern oder einzukaufen war gähnende Leere. Nach einem Mittagessen in einem Lokal am Strand ging es am Nachmittag wieder zurück zur Grenze. In der Nacht zum Donnerstag hatten wir wieder rumänischen Boden erreicht und konnten kurz hinter der Grenze auf einem großen Platz übernachten. Am Samstagnachmittag waren wir alle wieder wohlbehalten zu Hause. Dem HERRN sei Lob und Dank für seine Bewahrung.